Briefe aus Tokyo, Tag 1 (02.11.15)

Umeko: Es ist mal wieder so weit, lieber Leser. Herrin verschlägt es ein weiteres Mal zum Urlaub nach Japan, und erneut fällt mir die ehrenvolle Aufgabe zu, den Reisebericht für ihr Tagebuch zu schreiben.

Minako: Aber diesmal hat die alte Langweilerin Verstärkung dabei, nämlich von mir!

Umeko: Ja, Minako, du leistest mir diesmal Gesellschaft, wenn Herrin mich erneut spannende Abenteuer im fernen Tokyo erleben lässt. Wobei man sagen muss, dass du ziemlich ungeduldig warst. Geduld ist eine Tugend, Mina-chan!

Minako: Der CheckIn hat aber auch ewig gedauert! In so eine kleine Puppe wie mich passt eben nur ein kleines Bisschen Geduld. Aber mal ehrlich…

Minako: …der Sonnenaufgang über Sibirien war’s echt wert. Auch wenn wir in dieser fliegenden Konservendose bei all den Turbulenzen kaum Schlaf bekommen haben.

Umeko: In Tokyo selber warst du dann aber sehr still. Im Schnellzug von Narita International ins Zentrum Tokyos hast du die ganze Zeit an der Scheibe geklebt und keinen Pieps gesagt.

Minako: Ja, die Reizüberflutung hat mich ziemlich erschlagen. Hier ist aber auch alles so bunt, und es glitzert und klimpert und woaaah!

Umeko: Minato-ku war jedenfalls noch so, wie ich es in Erinnerung hatte.

Minako: Und mit der Sicht auf den Tokyo Tower hast du letztes Mal nicht übertrieben. Der ist wirklich nur einen Katzensprung vom Hotel entfernt.

Umeko: Und die Sicht vom Tower hinunter in der Stadt erst, nicht wahr?

Minako: Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir wirklich hier sind, Ume-chan.

Umeko: Glaub es ruhig, Minako. In den kommenden zehn Tagen wird all das da unten uns gehören.

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