Wenn Wörter zu Worten werden

Autor: Alice Seite 2 von 10

Briefe aus Japan, Tag 9

Umeko Ohayou gozaimasu, Kyoto.

Minako Und auch von mir ein enthusiastisches Guuuuu~ten Morgen, Kyoto! Auch wenn er so gut gar nicht ist. Japan wurde letzte Nacht vom nächsten Taifun erwischt, und auch hier bei uns regnet es Bindfäden. Ein Glück dass wir trotzdem eher am Rand liegen; die Bilder im Fernsehen sind beängstigend.

Umeko Wir werden natürlich sehr vorsichtig sein, aber trotzdem wollen wir uns ein wenig die älteren Teile der Stadt ansehen, nicht wahr? Von Kyoto Station nehmen wir zunächst die Karasuma bis Shijo, dort steigen wir in die Hankyu Kyoto bis Omiya um…

Minako Nicht zu verwechseln mit dem Omiya nördlich von Tokyo, wo sich ein weiteres Eisenbahnmuseum befindet!

Umeko … um schließlich mit der Randen Tram via Katabirano Tsuri bis Kitano-Hakubaicho zu fahren. Dann noch ein kleiner Fußmarsch…

Minako – bei dem wir wirklich bis auf die Knochen durchweicht wurden –

Umeko… und wir erreichen den Goldenen Pavillon des Kinkakuji Tempel. Die oberen beiden Stockwerke sind mit Blattgold bedeckt, und bei Sonnenschein wird das Licht auf den See reflektiert und verleiht dem Tempel eine besondere Aura.

Minako Der Tempel ist sicher ziemlich alt, oder? Er sieht wie neu aus.

Umeko Traurigerweise zündete ein fehlgeleiteter buddhistischer Mönch die Pagode im Jahr 1950 an. Das Gebäude brannte nieder und wurde fast vollständig zerstört. Obwohl es mittlerweile originalgetreu restauriert wurde, hat es seinen Status als Nationalschatz dadurch natürlich verloren.

Minako Den Besucherströmen tut das aber wohl keinen Abbruch, ebenso wenig wie der Dauerregen. Es ist wirklich rappelvoll hier, Schulkinder und Touristen aus aller Herren Länder treten sich gegenseitig auf die Füße.

Umeko Der Park rund um den Tempel ist ja trotzdem sehr schön.

Minako Ehrlich gesagt mag ich das Licht bei diesem Wetter fast noch lieber. Alles wirkt so weich.

Umeko Wenn man sich etwas Zeit nimmt, findet man auch trotz des Andrangs den einen oder anderen schönen Blickfang.

Minako Trotzdem wird man im wesentlichen nur durch die Anlage hindurch geschoben und macht an drei, vier Punkten seine Pflichtfotos. Ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen, wie voll es hier ist, wenn die Sonne scheint.

Umeko Na komm, wir fahren zurück nach Omiya. Hast du übrigens die Stirn-Embleme an den Zügen bemerkt? Wir hatten ja gestern darüber geredet.

Minako Tatsächlich! Aber die Randen ist streng genommen ja ohnehin eine Tram-Linie.

Umeko Sie nehmen auch nur einen Festpreis, egal wie weit man in ihrem Streckennetz fährt. Dass sie überhaupt die Suica akzeptieren, ist ein Wunder. Wir kehren jedenfalls an den Ausgangspunkt zurück und nehmen von dort die Hankyu Kyoto bis Kawaramachi.

Jenseit des Flusses liegt mit Gion eines der ältesten Viertel Kyotos.

Minako Schau dir nur mal all die jungen Frauen in ihren verzierten Yukata an! Und das trotz des Regens, wollen die sich alle eine Lungenentzündung holen?

Umeko Der Regen wird wieder stärker. Wir sollten uns in den Untergrund flüchten; wir haben nämlich noch Zeit für genau eine weitere Station auf unserer Reise. Schade – ich hätte zu gerne gesehen, ob wir tiefer im Viertel eine Maiko sehen. Aber bei diesen ständigen Wolkenbrüchen hat das einfach keinen Sinn.

Minako Wohin also?

Umeko Mit der Keihan bis Fushimi-Inari.

Minako Fushimi-Inari sagt mir was. Das ist doch der Schrein mit den ganzen roten torii im Wald, oder? Der Führer im Edo Museum hatte ihn erwähnt, als er über die Hausschreine sprach.

Umeko Ja, genau. Die Architektur wurde noch stark vom chinesischen Einfluss geprägt. Inari bezeichnet dabei die in diesem Tempel verehrte Gottheit, von dem Inari zu sprechen, ist also streng genommen falsch. Vielmehr gibt Fushimi den Ort an, an dem der Schrein steht.

Minako Auch hier wird man dem Regen zum Trotz fast totgetrampelt von all den Touristen. Aber ich glaube, da vorn im Wald sehe ich bereits die berühmten torii.

Umeko Das ist nur der untere Teil, nahe dem Hauptschrein. Weiter oben geht es noch weiter; die torii ziehen sich hier durch den ganzen Wald.

Wir werden sie aber nicht alle ablaufen, denn auch wenn der Shinkansen nach Tokyo alle fünf Minuten fährt, sollten wir spätestens um halb fünf zurück am Bahnhof sein.

Minako Erzählst du mir noch was über diese Schakal-Statuen, die überall im Wald am Wegrand stehen? Sie erinnern mich die ganze Zeit schon an Anubis.

Umeko Oh, richtig. Das sind Fuchsstatuen. Inari ist die Göttin von Reis, Fruchtbarkeit und der Füchse. Schneeweiße Füchse gelten als ihre Boten. Unsere Leser kennen sie vielleicht auch als kitsune.

Minako Und was ist nun mit den torii? Wieso sind es so viele, und was steht da genau drauf?

Umeko Die torii im Fushimi Inari-Taisha wurden fast alle von Einzelpersonen, Familien oder Firmen gestiftet. Ihre Namen und das Datum der Stiftung sind auf den Säulen des torii eingeschnitzt. Sie erhoffen sich davon Glück und Erfolg in ihren Unternehmungen. Die Allee führt bis hinauf auf den Berg, wo sich dann das Allerheiligste befindet. Ungewöhnlich für einen Shinto-Schrein ist es hier öffentlich einzusehen. Es handelt sich übrigens um einen Spiegel – nur zur Information, weil im Allerheiligsten fotografieren natürlich verboten ist.

Minako Immerhin gehen auch Menschen, die sich nicht gleich ein ganzes torii leisten können, nicht ganz leer aus. Es gibt, wie in jedem Schrein, Talismane und Gebetsstäbchen zu kaufen, die Glück und Gesundheit verheißen. Erstaunlich dass selbst im 21. Jahrhundert in einem so modernen Land wie Japan immer noch Menschen an die alten Götter glauben. Schau, selbst Herrin hat sich einen Kitsune-Talisman gekauft.

Umeko Bei ihr stelle ich allerdings in Frage, dass sie wirklich dran glaubt. Immerhin behandelt sie den Glauben aber mit Respekt. Was aber, denke ich, vor allem daran liegt, dass der Shintoismus niemandem wirklich etwas antut.

Minako Und damit sind wir wieder auf dem Rückweg nach Tokyo. Schade dass uns der Regen den Besuch in dieser faszinierenden Stadt so zunichte gemacht hat, aber im Vergleich zu anderen Regionen in Japan sind wir wirklich glimpflich davon gekommen.

Umeko Der Himmel klart auch auf. Vielleicht bekommen wir morgen also noch einmal einen schönen Tag. Bis wir beim Fuji ankommen, wird es allerdings dunkel sein, den Anblick hätte ich dir sehr gegönnt, Schatz.

Minako Ach, der läuft ja nicht weg, der olle Berg. Irgendwann sehe ich den schon aus der Nähe. Ich freue mich einfach, wenn es morgen trocken und vor allem etwas wärmer wird. Und bis dahin sollten wir uns verabschieden und unser ekibento genießen.

Umeko Ja, du hast recht. Also, bis morgen, liebe Leser, und sayounara!

Briefe aus Japan, Tag 8

Minako Ohaaaaaa~you, Minato-ku!

Umeko Und auch von mir einen schönen guten Morgen zum achten Tag unserer Reise nach Japan.

Minako Heute zeigt sich auch endlich, wieso wir diesmal entschieden haben, unser Tagebuch „Briefe aus Japan“ zu nennen.

Schließlich fahren wir heute nach Kyoto – mit dem Shinkansen! Das ist fast wie Fliegen, nur ohne den ganzen Security-Mist und mit erheblich weniger Luft unten drunter.

Umeko Der Shinkansen nach Kyoto fährt alle fünf Minuten und bewältigt die Strecke in etwa zwei-einhalb Stunden. Erinnerst du dich an unseren Besuch im Eisenbahnmuseum in Omiya in 2015? In Japan sind wir schon mit der Serie 0 über die Hochgeschwindigkeitssrecke gejagt, als Deutschland noch weitestgehend mit Dampfzügen gefahren ist.

Minako Schade dass das Wetter so schlecht ist. Die vielen Taifune, die sich über Japan austoben, machen viele Ausflüge unmöglich. Herrin hat zwar dank mobilem Internet die App des japanischen Katastrophenwarndienstes auf ihrem Mobiltelefon, aber wenn wir in der Wildnis von einem Sturm überrascht werden, ist es nicht weniger gefährlich.

Umeko Weniger bedenklich, eher ärgerlich: du kannst den Fuji nicht sehen, weil die Wolken zu tief hängen. Etwa auf halber Strecke zwischen Yokohama und Nagoya folgt die Strecke der südlichen Flanke des Berges, und normalerweise hat man einen fantastischen Blick darauf.

Minako Nutzen wir die Fahrt sinnvoll. Was machen wir in Kyoto?

Umeko Wir gehen ins Eisenbahn-Museum.

Minako Was. Zum. Teufel.

Umeko Ehe du mich lynchst: wir werden morgen den Vormittag und Teile des Nachmittags nutzen, um uns einige der histrorischen Orte anzuschauen, ehe wir wieder nach Tokyo zurückkehren. Aber heute müssen wir auch gegen vier Uhr im Hotel einchecken, was unser Zeitfenster etwas einschränkt. Also schauen wir uns Züge an.

Minako Na gut, ich lasse mich darauf ein. Bisher waren Züge dann ja doch immer interessanter als gedacht. Erzähl mir was, Ume-chan.

Umeko Die EF58 war eine reine Personenzug-Lokomotive, aber die haben wir auch schon in Omiya gesehen. Die EF81 ist eine Multifunktionslokomotive: sie fährt sowohl mit Gleich- als auch Wechselspannung und zieht Güter- und Personenzüge. Diese hier ist in der Lackierung des Twilight Express.

Minako Stirn-Embleme haben wir ja schon in Omiya gesehen. Ich finde das immer noch eine tolle Idee.

Umeko Dann wirst du den öffentlichen Nahverkehr in Kyoto lieben. Hier gibt es viele unterschiedliche Infrastrukturunternehmer, wie es so schön im Behörden-Deutsch heißt, und die fahren oft mit altem Fuhrpark und haben Stirn-Embleme.

Minako Wie die Choshi Electric Railroad gestern.

Umeko Der Twilight Express ist jedenfalls bis 2015 als Nachtzug von Sapporo auf Hokkaido bis Osaka hier auf Honshu gefahren. Die Fahrtzeit betrug etwa einen ganzen Tag.

Minako Kaum vorstellbar, dass solche Angebote überhaupt mal genutzt wurden. Heute würden die meisten einfach in einen Flieger springen.

Umeko Gewissensfrage, Schatz: würdest du mitkommen, sollte Herrin jemals die vollständige Transsibirische Eisenbahn abfahren?

Minako Na ja, klar. Da geht es dann ja wirklich mehr ums Happening und weniger darum, an ein Ziel zu gelangen. Ähnlich wie beim Orient Express.

Umeko Ich werde dich daran erinnern.

Minako Die haben wir in Omiya auch schon gesehen, oder? Da war sie allerdings beige mit roten Streifen. In weiß sieht sie aber auch fesch aus.

Umeko Das ist ein KuHa 489, und damit nicht ganz das gleiche wie die 161er Serie aus Omiya. Der Zug hier in Kyoto ist in der Sonderlackierung der Hakusai gehalten.

Der KuHaNe 581 hingegen ist kein Triebwagen, sondern nur der Steuerwagen eines Triebzugs. Er gehörte ursprünglich JRWest und war in Osaka stationiert. Die Lackierung in blau-beige wurde allerdings erst hier wiederhergestellt. Die Serie selbst war tatsächlich noch bis 2017 im Einsatz.

Minako Züge müssen echt lang halten, wenn man bedenkt, dass sie wirklich täglich im Einsatz sind.

Ich wollte erst sagen, dass das hier ein Shinkansen ist, aber die Nase ist irgendwie sonderbar.

Umeko Es gab viele unterschiedliche Bauformen, seit die ersten Shinkansen Ende der 60er auf die Strecke gingen. Aus diesem Museum und dem in Omiya hast du vor allem die Serien 0 und 200 vor Augen, während wir mit der Serie 700 hergekommen sind. Das hier ist ein Serie 100 Modell. Die Serie 100 kam nach der Serie 200 auf den Markt – eine Besonderheit, die der Art geschuldet ist, wie die Shinkansen durch-nummeriert wurden: Shinkansen östlich von Tokyo hatten gerade Nummern, also 0 und 200, während jene westlich von Tokyo ungerade Nummern bekamen – eben zum Beispiel die Serie 100.

Minako Oder die Serie 700, die uns hergebracht hat. Wir sind doch westlich von Tokyo, oder?

Umeko Sind wir, Schatz.

Minako Und wie immer möche ich es am liebsten alles mal selbst ausprobieren.

Umeko Heute nicht, Schatz. Es sind einfach zu viele Schulklassen im Museum, und die werden hier in einem straffen Zeitplan durchgepeitscht.

Minako Das ist einfach ungerecht!

Umeko Beschäftigen wir uns lieber mit der Sicherheit – Eisenbahnen bestehen ja nicht nur aus den Zügen, die auf Schienen fahren.

Minako Die Japaner haben bei ihren Signalen viel Inspiration bei den Amerikanern gesammelt. Das Signal in der Mitte, das drei senkrechte weiße Lichter zeigt, ist zum Beispiel ein US-amerikanisches Search Light. Es zeigt an, wie die kommende Weiche liegt.

Umeko Sehr gut. Was weißt du noch, zum Beispiel über Blocksignale?

Minako Superkurzfassung, um die Leser nicht zu langweilen: ein Block ist ein Abschnitt auf der Schiene, der auf beiden Seiten durch Signale begrenzt wird. In einem Block darf unter normalen Umständen immer nur ein Zug herumkurven. Es gibt einen Haufen unterschiedliche Systeme, aber eins haben sie alle gemeinsam: ein rotes Signal bedeutet, der Block dahinter ist belegt, ein grünes Signal bedeutet, er ist frei und ein Zug kann hineinfahren. Und danach müsste ich dann schon auf Fahrstraßen eingehen, und das will nun wirklich keiner wissen.

Umeko Das würde ich so jetzt nicht pauschal behaupten. Immerhin gab es Fahrstraßen auch schon, als Weichen und Signale noch mit Muskelkraft bewegt werden mussten. Fahrstraßen legen einfach einen Weg fest, den ein Zug nehmen wird, und die Signale verhindern dann, dass ein anderer Zug in diese Fahrstraße einfahren kann.

Minako Sehr vereinfacht gesagt. Und nein, wir wollen keinen längeren Vortrag. Wirklich nicht. Diskutier das mit Herrin.

Es regnet immer noch. Wirklich trübe Aussichten für Ausflüge zu den Tempeln.

Umeko Wir schauen morgen mal, wie sich das Wetter weiter entwickelt. Fürs erste gehen wir mal essen. Kyoto ist schließlich die Heimat eines bestimmten Gerichtes, das du so liebst: Okonomiyaki!

Minako Ohmeineherrin, das ist genau, was ich nach diesem Tag brauche. Danke, Ume-chan!

Itadakimasu!

Umeko Lass es dir schmecken, Schatz. Wir beenden das Tagebuch für heute ohnehin; es ist eigentlich alles gesagt. Den Lesern wünsche ich eine angenehme Nachtruhe, und wir sehen uns dann morgen zu Tag 9 wieder. Sayounara!

Briefe aus Japan, Tag 7

Minako Ohaaaaaa~you, Minato-ku!

Umeko Und auch von mir einen schönen guten Morgen an diesem siebten Tag unserer Reise.

Minako Schön ist es heute tatsächlich. Nachdem wir bisher fast ausschließlich dichte Wolken und Dauerregen hatten, ist es angenehm, mal den blauen Himmel zu sehen. Also, was steht heute an? Parks? Tempel? Ein Zoo? Wandern in den Bergen?

Umeko Fast. Für den Anfang eine Zugfahrt von über drei Stunden, und zwar mit der Yamanote von Hamamatsucho (JY28) nach Tokyo (JY01), dann mit der Yokosuka-Sobu über Chiba bis Sakura (JO33) und schließlich mit der Sobu bis Choshi. Und dann –

Minako … sind wir endlich da?

Umeko … fahren wir mit diesem hübschen Triebzug der Choshi Electric Railway noch den letzten Rest bis Inubo.

Minako Mir graust davor, dass wir die ganze Strecke auch wieder zurückfahren müssen. Ich hoffe, dass sich der Aufwand lohnt.

Umeko Na, jetzt sind wir ja erst einmal da. Also…

… konnichi-wa, Inubo!

Minako Endlich die Beine vertreten und auf den Statuen niedlicher Maskottchen herumklettern! Und jetzt verrätst du mir hoffentlich endlich, was es hier gibt.

Umeko Choshi bildet beinahe den östlichsten Zipfel von Honshu.

Also willkommen am Pazifik, Schatz!

Minako Oooh! Können wir raufklettern und uns das Meer von oben ansehen?

Umeko Dein Wunsch ist mir Befehl.

Minako Verdammt schön.

War eindeutig die richtige Wahl, das Wetter dafür zu nutzen. Auch wenn wir insgesamt fast sieben Stunden in Zügen unterwegs sein werden.

Umeko Tank schon einmal Ruhe und Kraft, Schatz, denn auf der Rückfahrt werden wir genau in die Rush Hour kommen.

Minako Worauf du wetten kannst.

Hier gibt es zwar keinen Strand, wie in Enoshima, aber dafür all diese kleinen Nischen, die sich die Brandung aus dem Fels geschnitten hat. Selbst der Weg ist dort vorne eingestürzt, dank der Wellen.

Da könnte ich stundenlang zuschauen. Das Meer ist so groß und unbegreiflich und mächtig, das überwältigt mich jedes Mal.

Umeko Herrin geht’s ähnlich, würde ich sagen. Ich hab sie die gesamten vergangenen Tage nicht so ausgelassen erlebt wie seit unserer Ankunft hier in Inubo.

Minako Die beste Droge ist körpereigenes Endorphin.

Und ganz ehrlich? Ich verstehe sie.

Umeko Und? Versöhnt mit dem langen Treck hier raus?

Minako Ja, ich denke schon. Denn weißt du, Ume-chan, man muss gar nicht immer wahnsinnig viel erleben, um einen schönen Tag zu verbringen. Und ich meine, hier in Inubo war jeder so unglaublich nett und gastfreundlich zu uns, da gehe ich mit vielen schönen Erinnerungen.

Umeko Das ist doch ein gutes Schlusswort für den heutigen Tag. Ob wir morgen zum Schreiben kommen, kann ich noch nicht genau sagen, weil wir wieder lange im Zug sitzen –

Minako Och nöö~

Umeko – aber wir werden alle Berichte so schnell wie möglich nachreichen! Sayounara, minna!

Minako Tschü-hüss!

Briefe aus Japan, Tag 6

Minako Ohaaaaaa~you, Minato-ku!

Umeko Und auch von mir einen schönen guten Morgen an diesem sechsten Tag unserer Reise.

Minako Gibt eine ganze Menge Sondersendungen in der Glotze heute.

Umeko Der neue tenno besteigt heute den Thron, das ist natürlich ein wichtiges Ereignis für Japan. Wir werden den zusätzlichen Feiertag nutzen, um das Tokyo National Museum in Ueno zu besuchen. Du kennst den Weg noch vom letzten Mal?

Minako Klar. Wir nehmen die Yamanote von Hamamatsucho (JY28) bis Ueno (JY05), und schon…

… sind wir da!

Umeko Das Hyokeikan ist streng genommen nur ein Gebäude des Museums und darüber hinaus findet dort im Augenblick keine Ausstellung statt. Interessant zu erwähnen ist, dass es 1909 errichtet wurde und den westlichen Stil während der späten Meiji-Ära reflektiert.

Wir gehen allerdings vor allem ins Honkan, in dem sich die Ausstellungen zur japanischen Kunstgeschichte befinden. Das Gebäude selber ist von 1938, und das Design spricht, denke ich, für sich. Im Inneren finden wir auf zwei Ebenen alles über die Kunstgeschichte, begonnen in der Steinzeit bis hin zur späten Edo-Epoche, über die wir gestern schon einiges gelernt haben.

Minako Darf man fotografieren?

Umeko In der Mehrheit schon, allerdings sind einige Exponate Leihgaben, deren Besitzer Fotos untersagt haben.

Wir überspringen Jomon, Yayoi und Kofun und widmen uns direkt einer der wichtigsten Epochen der frühend japanischen Geschichte: dem Aufstieg des Buddhismus. Der Einfluss kam ursprünglich aus China und Korea herüber, fasste hier aber schnell Tritt. Das war während Asuka-Nara.

Minako Der Führer sagt, drüben im Toyokan wird mehr darauf eingegangen. Lass uns da gleich mal vorbeischauen.

Umeko Während Heian-Muromachi hatte die Religion sich schon so weit ausgebreitet, dass es bedeutende Oberhäupter in Japan gab. Diese Statue zeigt einen solchen.

Minako Ich schätze mal, wäre es Herrin besser gegangen, wären die Bilder nicht so sehr aus dem Zusammenhang gerissen. Es ist schwer, nachträglich davon zu erzählen, wenn der genaue Kontext fehlt. So können wir das ganze nur grob anhand des kostenlosen Führers einordnen.

Umeko Aber wir können die Kunstwerke für sich sprechen lassen.

Das hier ist die Spitze des Wanderstabs eines Buddha-Mönches. Den Ringen wurde nachgesagt, dass ihr Klirren die Geister fern hielt.

Von den Buddhisten bewegen wir uns nun an die Höfe der Elite. Dieser Spiegel zeigt deutlich, dass auch in den Häusern der Wohlhabenden zunehmend dekorative Elemente Einzug hielten.

Minako Verhindern all die Kraniche und Pflanzen nicht, dass man sich darin spiegelt?

Umeko Darum ist die Rückseite glatt poliert. Und auch eigentlich nicht die Rückseite, sondern die Vorderseite.

Während Kamakura-Muromachi wurde dann zen groß, und mit dieser Subströmung des Buddhismus erreichte das Schreiben von Gedichten und Malen solcher Szenen auf Wandbehängen aus Seide und Papier eine gewisse Popularität. Wir haben ja gestern bereits erfahren, dass Japan schon während der Edo-Epoche eine starke Alphabetisierung aufwies, während in Europa die Mehrheit der Menschen weder Lesen noch Schreiben konnten.

Minako Ich verstehe Kaligraphie nicht. Da hinten hängen Wandbehänge, deren Schriftzeichen selbst für mein ungeübtes Auge krumm und schief aussehen.

Umeko Genau das ist aber ja der Punkt: dein Auge ist ungeübt.

Minako Das hier kenne ich dafür aber: eine Samurairüstung, richtig?

Umeko Ja, aus dem Heian-Edo. Wir sind jetzt also ungefähr in der Epoche angekommen, die wir gestern im Fukagawa Edo Museum kennengelernt haben. Dazu gehört neben den passenden Schwertern…

… auch ein Sattel, denn viele Samurai waren berittene Kämpfer.

Minako Schon faszinierend, sich die Unterschiede in Rüstungen und Waffen in Abhängigkeit von ihrem Ursprungsort anzusehen. Schade dass man so viele der Rüstungen nicht fotografieren darf.

Umeko Aber natürlich respektieren wir den Wunsch des Museums und des eigentlichen Besitzers.

Minako Außerdem habe ich gerade gesehen, wie wieselflink die Sicherheits-Leute reagieren, wenn doch jemand gegen die Regeln verstößt. Ich glaube, der arme Delinquent wurde bereits des Landes verwiesen…

Umeko Jetzt übertreibst du aber.

Minako Die meisten der Kleidungsstücke aus der Rubrik noh und kabuki durfte man nicht fotografieren. Ich bin froh, dass es bei diesen Kimonos anders ist. Die Stickereien sind so wunderschön, es wäre fürchterlich, könnten wir das nicht teilen.

Umeko Wir sind übrigens immer noch mitten in der Edo-Periode. Das wird auch für die folgenden Bilder gelten, die einen Querschnitt durch das Erdgeschoss des Honkan zeigen. Erklärungen geben wir nur, wo nicht klar ist, was auf dem Foto zu sehen ist.

Minako Der Regen hat aufgehört, und wir sind mit Honkan und Toyokan durch. Was machen wir jetzt, Ume-chan?

Umeko Während Herrin und ihr Begleiter sich an der Tokyo Station um einige Dinge für den 24. und 25. Oktober kümmern, werden wir ein bisschen durch Ueno stromern und uns schließlich auf dem Weg zur Nippori Station die Yanaka Ginza ansehen.

Minako Das sieht aus wie eine ganz normale Einkaufsstraße. Wa soll denn daran jetzt so besonders…

Oooooh!

Umeko Laut Touristik-Information sind auf dieser Straße sieben aus Holz geschnitzte Katzenfiguren versteckt. Es zählen aber wirklich nur solche, die auch einigermaßen realistisch aussehen, denn in dieser Straße gibt es wirklich viele Katzenmotive!

Minako Na dann, worauf wartest du denn noch? Gehen wir auf die Katzenjagd! Guck, eine hab ich schon!

Umeko Oh je, was hab ich da nur wieder angerichtet. Also, liebe Leser, ich kümmere mich besser darum, dass unser Flausenhirn nicht verloren geht. Euch danke ich für eure Engelsgeduld mit unserer dauer-kränkelnden Herrin. Morgen geht’s ans Meer, so viel kann ich schon einmal verraten, aber auch der Bericht wird sich etwas verzögern. Bis dahin und sayounara! Wo ist dieser Wirbelwind jetzt schon wieder hingerannt…?!

Briefe aus Japan, Tag 5

Minako Ohaaaaaa~you, Minato-ku!

Umeko Und auch von mir wie jeden Tag einen herzlichen Guten Morgen.

Minako Also, Herrins Reisebegleitung ist bereits zu seinem Solo-Trip aufgebrochen. Wo gehen wir heute hin?

Umeko Wir nehmen die Toei Oedo ab Daimon (E20) und fahren bis Kiyosumi-Shirakawa (E14). Viele Museen und Geschäfte haben leider montags geschlossen, aber Steffi hat uns gestern einen heißen Tipp gegeben:

Das Fukagawa Edo Museum hat nämlich heute geöffnet. Also lass uns ein bisschen was über das Leben in der Edo-Periode lernen.

Minako Ich hoffe nur, dass es dort mehr gibt als Tafeln mit ewig langen Texten, vielleicht noch in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Geschichte finde ich persönlich immer etwas sperrig in Museen.

Umeko Das ist hier ein kleines Bisschen anders. Hier wurde ein kompletter Abschnitt der Stadt nachgebaut, nach den offiziellen Plänen und Dokumenten von…

Minako NEKO! … entschuldige, fahr bitte fort.

Umeko Dieser Raum enthält einen Ausschnitt aus Fukagawa, wie es in der Edo-Epoche aussah. Und das beste ist: Du darfst alles anfassen und ausprobieren. Die einzige Regel – außer der offensichtlichen – ist: Schuhe aus!

Minako Zum Glück sind meine bei den Wechselhänden.

Umeko Der linke Teil stellt das Händlerviertel dar. Diese Straße war öffentlicher Bereich, im Gegensatz zu den Wohnquartieren. Sie führt zum Fluss hinunter; ganz dahinten kannst du das Stadttor – mangels eines besseren Begriffs – erkennen. Links der schwarze Bottich mit dem Dach ist ein Feuerlösch-Brunnen.

Minako Die Häuser sind alle aus Holz. Da gab es sicher viele Feuer.

Umeko Es gibt Aufzeichnungen über mehr als 1 000 Feuersbrünste. Teilt man das durch die Länge der Epoche, kommt man auf etwa fünf Feuerstürme im Jahr. Der verheerendste kostete etwa ein Fünftel der Bewohner das Leben. Von oben hast du hinten rechts den hohen Turm sicher bemerkt. Der gehörte zur Feuerwehr. Er ist höher als alle Gebäude im Viertel, sodass man von dort oben immer sehen konnte, wo das Feuer war. Außerdem gab es eine Glocke, um Alarm zu schlagen.

Minako Das hier ist die Händlerstraße, hast du gesagt? Dann ist das hier wohl ein Gemüsehändler? Ich sehe Rettich, Pilze, Spinat, Mohrrüben und … was immer das hier ist.

Umeko So eine Art japanischer Birne.

Zum Handwerkszeug der Händler gehörte natürlich auch ein Abakus, außerdem hatten sie eine kleine, verschlossene Holzkiste, in der sich das Geld befand.

Minako Praktisch. Wenn es zu einem Feuer kam, konnte man die einfach unter den Arm nehmen und flüchten. Aber sag mal, was sind das für dicke Bücher da an der Wand?

Umeko Händler gaben oft auch Kredite aus. Die Schuldner wurden in diesen Büchern vermerkt, und einmal im Jahr wurde das Geld eingetrieben.

Der Ofen wurde mit Holzkohle befeuert und mit Flint entzündet. Heißes Wasser diente dazu, Tee zu machen. Das quadratische Kästchen davor ist für die Tabakspfeifen, die ebenfalls mit Holzkohle entzündet wurden.

Minako Der Reishändler war sicher ebenfalls ein reicher Mann.

Umeko Reis war schon damals das wichtigste Nahrungsmittel und stellte die Basis für alle drei Mahlzeiten dar. Konservativ geschätzt verspeiste jeder Bewohner drei dieser großen Reisballen hier im Jahr – jeder Ballen wiegt 60 Kilogramm! Die einseitige Nahrung hatte allerdings auch Nachteile: der durchschnittliche Japaner war mit etwa einem Meter sechzig sehr klein.

Minako Das Lagerhaus für den Reis ist als einziges Gebäude nicht aus Holz sondern aus einer Art Beton. Und die Wände sind richtig dick, das sind mindestens dreißig Zentimeter.

Umeko Da Reis so wichtig war, wurden besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen, ihn zu schützen, falls es zu einem Feuer kam. Nur so ließen sich Hungersnöte nach der Katastrophe verhindern.

Wir kommen jetzt übrigens in den Uferbereich des Kanals. Der diente früher vor allem dem Transport von Baumstämmen zu den Sägewerken im Osten. Aber der Kanal lieferte auch Muscheln für den Speisenplan, und generell spielte sich hier ein großer Teil des öffentlichen Lebens und der Arbeit ab.

Minako Kein Wunder dass es hier diese kleinen Stände gibt, an denen Reisgerichte und Sake verkauft werden.

Umeko Es gibt hier auch ein Restaurant, aber dort war das Essen natürlich etwas teurer.

Minako Die hier kenne ich aus Mulan. Das sind Glücksgrillen. Die wurden hier wohl verkauft, und die Menschen liebten wohl auch das Geräusch.

Also, der Kanal spielte eine wichtige Rolle.

Umeko Er ist Bestandteil eines umfangreichen Netzes aus Kanälen, die das Stadtgebiet durchzogen. Er transportierte Holz für die Sägewerke, außerdem wurde er mit diesen Barken beschifft, auf denen allerlei Güter transportiert wurden, und zu guter Letzt fand man hier Meeresfrüchte für den Markt.

Minako Das hier ist die erste größere Fläche, die ich sehe. Und sie ist am Fuß des Feuerwehr-Turms.

Umeko Der Platz verhindert, dass Feuer auf den Turm übergreifen können, wenn es in der Stadt brennt. Im Gegensatz zum Lagerhaus für Reis muss er nicht zentral stehen, man muss von seiner Spitze aus nur das ganze Viertel überblicken können. Dass dieser Platz eine Schutzzone war, heißt aber nicht, dass er nicht genutzt wurde. An dem Stand dort rechts wurden Tempura verkauft, die frisch aus der Bucht gefangen wurden, und im Hintergrund ist ein öffentlicher Rastplatz für Reisende.

Hier bekam man Tee und konnte eine Pfeife rauchen und sich etwas ausruhen. Der Tee war vergleichsweise erschwinglich und kostete den Gegenwert von etwa einhundert Yen. Besonders oft waren hier die jungen Arbeiter anzutreffen, weil häufig hübsche Mädchen die Bedienung übernahmen.

Minako Hübsche Mädchen wie du, Ume-chan?

Umeko Ach, nicht doch!

Die Wohnhäuser hatten alle nur einen Raum, und mehr als vier Fünftel von ihnen waren Mietshäuser. Die Miete berechnete sich dabei nach der Grundfläche, und die wiederum leitete sich von den tatami ab, die auf dem Boden lagen. Das typische Wohnhaus hatte eine Fläche von vier-einhalb tatami für den Wohnbereich und anderthalb tatami für Eingang und Küche.

Minako Das heißt, dieses Haus gehörte einem wohlhabenderen Bewohner. Darauf deutet ja auch die Einrichtung hin. Neben dem Hausschrein sehe ich einen Spiegel für die Ehefrau sowie den Sichtschirm für die Schlafstelle. Keine Toilette, allerdings.

Umeko Seine Notdurft verrichtete man damals in öffentlichen Toiletten. Die Fäkalien wurden dann an die Bauern verkauft, die damit ihre Felder düngten. Fast alles wurde in Edo wiederverwertet: Alte Stoffe wurden zum Ausbessern von Gewändern genutzt, Reisstroh ließ sich zu großartigen Regenmänteln verarbeiten, aus Muschelschalen und zerbrochenem Porzellan wurde Zement oder Bauland im Meer, und die Asche der Feuerstellen wurde benutzt, um Säuren zum Beispiel in den Färbereien zu neutralisieren.

Minako Praktisch – so eine Art antikes Upcycling.

Hier wohnte wohl auch jemand bedeutendes. Das Haus ist größer, und ich sehe ein Buch.

Umeko Das ist das Haus des Shamisen-Lehrers. Seine Frau unterrichtete die Kinder des Viertels im Lesen, Schreiben und Rechnen, sodass sie später eine gute Stelle bekamen. Die Alphabetisierung lag schon damals bei über achtzig Prozent. Das erstaunte Perry, als er mit der Schwarzen Flotte eintraf, so sehr, dass er gesagt haben soll, das japanische Volk könne man nicht unterwerfen. Große Teile der westlichen Welt waren zu der Zeit noch von Analphabetismus geprägt.

Minako Und das ist dann wohl der öffentliche Brunnen.

Umeko Ja, aber das Wasser war durch die nahe See von so geringer Qualität, dass Händler das gute Trinkwasser aus dem Landesinneren hierher transportierten und für gutes Geld verkauften. Wasser aus diesem Brunnen wurde eigentlich ausschließlich für die Wäsche genutzt.

Minako Und was ist unter den Holzbohlen in der Straßenmitte?

Umeko Ein Abwassersystem. Schmutzwasser und Unrat flossen unter diesen Holzplatten hindurch und geradewegs in den Kanal.

Minako Eine saubere Sache!

Umeko Neben den öffentlichen Toiletten ist dieser Schrein die letzte Station, die wir im Museum besuchen werden. Er ist dem berühmten Inari-Schrein in Kyoto nachempfunden. Die Gottheit hat die Gestalt eines Fuchses – darum die Fuchsstatuen.

Minako Inari… Das ist dieser total bekannte Schrein mit den hunderten torii im Wald, richig? Der muss damals schon irre wichtig gewesen sein; in den Hausschreinen habe ich auch immer wieder Fuchsfiguren gesehen.

Umeko Wo wir nun am Ende unserer kleinen Tour angekommen sind, sollten wir aber auf jeden Fall unserem Tour-Guide danken, einem älteren Freiwilligen, der es sich nicht nehmen ließ, uns in einer Privatführung jedes Detail zu zeigen und zu erklären.

Minako Das stimmt, die drei Stunden vergingen durch seine Erzählungen wirklich wie im Flug, und die Geschichte wurde richtig lebendig. Aber wie geht’s jetzt weiter?

Umeko Mit der Hanzomon zunächst bis Kinshicho (Z13), und dann mit der Chuo-Sobu nach Akihabara (JB19). Herrin will Ersatzteile für uns kaufen und – Heeeeh! Mein Kimono!

Minako Scheint so als wolle Herrin dich auch neu einkleiden.

Umeko Nun hör schon auf zu kichern.

Minako Und?

Umeko Ungewohnt.

Minako Na dann. Zurück ins Hotel?

Umeko Mit einem kleinen Umweg über Harajuku. Herrin will noch einmal Alice on Wednesday besuchen. Ich sehe aber keinen Grund, wieso wir uns nicht schon einmal verabschieden sollten.

Minako Und was steht dann morgen an?

Umeko Nachdem immer noch ernste Unwetterwarnungen bestehen, machen wir das besser vom Wetter abhängig. Bis dahin sollten wir uns aber ausruhen, denn es geht sicher mit vielen Fußmärschen einher.

Minako Na dann, bis morgen, liebe Leser!

Umeko Sayounara, minna!

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